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Nederlands
Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur
Stand der Bearbeitung: 2.8.2005
Zuletzt bearbeitet: 7.8.2005
Quelle:
fw/uwe: Eichel würdigt Duisenbergs Verdienste. Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank hat den Ruf der Leit-Notenbank stabilisiert - er wurde 70 Jahre alt. Der Tagesspiegel Nr. 18911, 1.8.2005, S. 15
Wim Duisenberg ist tot. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde nach Angaben der französischen Polizei am Sonntagmittag leblos im Schwimmbad seiner Villa im sudfranzösischen Faucon aufgefunden...
Duisenberg war Gründungspräsident der EZB. Von 1998 bis 2003 leitete der gebürtige Niederländer die Zentralbank und war maßgeblich an der Einführung des Euro-Bargeldes im Jahr 2002 beteiligt. Duisenberg stabilisierte den Ruf der EZB, von der Kritiker angenommen hatten, sie würde im Unterschied zur früheren Leit-Notenbank, der Deutschen Bundesbank, eine eher weiche Währungspolitik verfolgen. In die Kritik geriet er, als er im Jahr 2000 erklärte, die EZB werde nichts gegen den Verfall des Eurowerts gegenüber dem Dollar unternehmen. Die Europäische Zentralbank habe nicht den Auftrag, den Außenwert des Euro zu pflegen, sagte Duisenberg damals. Im Gegensatz zur Deutschen Bundesbank setzte sich die EZB für ihre geldpolitischen Entscheidungen ein Inflationsziel: So lange die Geldentwertung um die zwei Prozent schwankt, gilt der Euro als stabil. Steigt die Inflation dauerhaft über diesen Wert, ist das ein Signal für Zinserhöhungen. Im Gegensatz dazu hatte die Bundesbank neben der Geldwertstabilität auch immer die Entwicklung der Geldmenge kontrolliert und dadurch einen rigideren Kurs gefahren.
Duisenberg hatte sich 1998 gegen den Kandidaten Frankreichs, den früheren französischen Finanzminister Jean-Claude Trichet, durchgesetzt. Schon damals hatte Duisenberg zusagen müssen, nicht die volle Amtszeit von acht Jahren auszuüben, sondern nach angemessener Zeit Platz für Trichet zu machen. Nach vier Jahren räumte Duisenberg tatsächlich seinen Stuhl. Der lebenslustige Niederländer sagte damals, er wolle seinen Ruhestand genießen.
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Duisenberg wurde am 9. Juli 1935 in Heerenveen geboren. In Groningen studierte er Verwaltungswissenschaften und Ökonomie. Nachdem er in den 60er Jahren beim Internationalen Währungsfonds gearbeitet hatte, übernahm er zwischen 1973 und 1977 in der damaligen niederländischen Linksregierung das Amt des Finanzministers. Er zwang Holland, den Staatshaushalt zu sanieren und den Sozialstaat zurückzudrängen. Danach wechselte er in die Privatwirtschaft und arbeitete für die Rabobank. Ab 1982 leitete Duisenberg 15 Jahre lang die niederländische Zentralbank. Duisenberg hinterläßt seine zweite Frau Gretta Duisenberg-Bedier de Prairie und zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe.
Bron:
Postuum.
Sheila Sitalsing: Wim uit Friesland wer publiek bezit. Willem Frederik Duisenberg, minister en bankier, leidde als 'Mister Euro' het meest prestigieuze project van Europa. de Volkskrant, maandag, 1 augustus 2005
Bijna veertig jaar diende de zondagochtend overleden Wim Duisenberg de publieke zaak. Met als grootste wapenfeit dat hij Europa de euro bracht. 'Mijn handtekening staat nog jaren op die biljetten.'
... De machtigste man van Europa - zo werd de zondag op 70-jarige leeftijd overleden William Frederik Duisenberg genoemd, en machtig was-ie - werd geleefd door de munt waaraan hij zijn macht ontleende. Alles wat Duisenberg deed, zei of mogelijkerwijs dacht in de jaren tussen 1998 en 2003 dat hij de Europese Centrale Bank leidde, werd vertaald in valutakoersen.
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Zo is het dus om publiek bezit te zijn: niks mogen, gekke vragen krijgen. Duisenberg kende het klappen van de zweep: bijna veertig jaar lang diende hij de publieke zaak. Als jonkie bij het Internationaal Monetair Fonds, als minister van Financiën in het kabinet Den Uyl (1973-1977), als president van De Nederlandsche Bank (1982-1997). En ten slotte als Mister Euro.
Dat laatste werd hij op voordracht van Hans Tietmeyer, toenmalig president van de Duitse Bundesbank...
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Toen hij in 1973 minister van Financiën werd, ...
Hij orkestreerde een spectaculaire bezuinigingsoperatie. Van de economische groei, bedacht Duisenberg, mocht de overheid in 1975 slechts 1 procent uitgeven. De rest kon naar het bedrijfsleven, dat in die dagenals vies en voos gold. Voor het spilzieke kabinet, dat de gasopbrengsten uit Slochteren meteen doorsluisde naar werkgelegenheidsplannen van megalomane proporties, was zulkens een revolutie.
Na de verloren verkiezingen van 1977 volgden een kortstondig en ongelukkig Kamerlidmaatschap... en een job bij de Rabo-bank. Toen kwam 'de leukste baan van de wereld': president van De Nederlandsche Bank. Monsieur Cinq Minutes noemden de Fransen hem smalend, naar de tijd die hij nodig had om een rentestap van de Bundesbank te volgen, waarna hij zich weer kon wijden aan het golfspel. Maar Duisenberg genoot.
Van zijn eerste vrouw Tineke scheidde hij in 1983. Er kwam een nieuwe liefde: Gretta Bedier de Prairie...
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CV
| 1935 | Geboren in Heerenveen |
| 1961 - 1965 | Staflid Internationaal Monetair Fonds (IMF) te Washington |
| 1969 - 1970 | Stafadviseur directie De Nederlandsche Bank |
| 1970 - 1973 | Hoogleraar macro-economie Universiteit van Amsterdam |
| 1973 - 1977 | Minister van Financiën |
| 1977 - 1978 | Lid Tweede Kamer der Staten-Generaal |
| 1978 - 1981 | Vice-president directie Rabobank |
| 1981 - 1982 | Directeur De Nederlandsche Bank |
| 1982 - 1997 | President De Nederlandsche Bank |
| 1997 - 1998 | President Europese Monetair Instituut |
| 1988 - 2003 | President Europese Centrale Bank |
Quelle:
Matthias Petermann: Unbeugsamer in Frankfurt Duisenbergs Größe. Der Tagesspiegel Nr. 18917, 7.8.2005, S. 23
Couragiert widersetzte er sich den Forderungen der Politiker
Wim Duisenberg, der ... frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat seinen Platz in den Analen der Geschichte sicher. Schließlich hatte der Niederländer wesentlichen Anteil daran, daß der Euro und die EZB - entgegen den Erwartungen vieler - ein Erfolg wurden...
Als der Euro im Jahr 2000 gegenüber dem Dollar zweitweise bis auf 81 US-Cents fiel, lastete man das dem Mann in der Zentrale in Frankfurt an. Ebenso den späteren starken Aufschwung. Duisenberg ignorierte die Kritiker, denn er wußte, Währungsschwankungen hatten schon immer viele Ursachen. Aber deswegen war das Projekt nicht falsch konzipiert, und in jedem Fall ist es nicht Aufgabe der EZB, Wechselkurse zu managen. Couragiert widersetzte sich der Mann... den selbstgefälligen Politikern aus Frankreich, Italien und Deutschland. Jahrenlang drängten sie ihn, die Zinsen zu senken, weil sie glaubten, dies würde eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung bewirken. Duisenberg begriff, daß die Väter des Euro ihrer Zentralbank eine simple Aufgabe gegeben hatten: für Preisstabilität zu sorgen. Wie er immer wieder hervorhob, sind die wirschaftlichen Probleme die Probleme der Politiker, nicht seine.
Arbeit und Wirtschaftswachstum lassen sich durch Strukturreformen fördern. Das alte Europa hat dieses Rezept abgelehnt und gleichzeitig auf ein Geschenk aus Frankfurt gedrängt. Dank der klugen Führung Duisenbergs bleibt der Euro heute stark... Länder der Eurozone zu zwingen, Steuersenkungen und Rentenreformen ins Auge zu fassen...
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