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Nederlands
Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur
Stand der Bearbeitung: 15.2.2004
Zuletzt bearbeitet: 21.12.2007
Vom niederländischen Rundfunk, erzählt von P. Hobma, Niederlande:
Vor einigen Tagen sahen wir im niederländischen Fernsehen einen Spielfilm über eine Gruppe Berliner, die 1961 einen Tunnel unter die Mauer gebuddelt hatten. Es war eine sehr spannende Geschichte, basierend auf wahren Ereignissen. Die letzte Szene, in der die Befreiten ihre Verwandten und Freunde in West-Berlin wieder begrüßten, war rührend.
Bei uns in Holland - und in Belgien ebenfalls - werden ausländische Filme und Reportagen untertitelt. Nur Kinderprogramme und -filme werden nachsynchronisiert, weil es eben Kinder gibt, die noch nicht lesen können. Der Vorteil ist, daß der Originalton, der einen wesentlichen Teil des Kunstwerkes bildet, erhalten bleibt. Ein Film ist ja (oft) ein Kunstwerk. Man hörte z.B. im eben erwähnten Tunnel-Film die Berliner Mundart mancher Akteure. Die "Lokalfarbe" bleibt so erhalten! Det jeht ja ooch nich, auf holländisch!
Das Fernsehen in Holland hat eine in der Welt einzigartige Geschichte, die jener der allgemeinen Gesellschaft entspricht.
Es fing etwa 1928 an, als die Rundfunkpioniere, unter ihnen Willem Vogt, Gründer der AVRO (Algemene Vereniging voor Radio-Omroep = Allgemeine Vereinigung für Radiofunk) - dem bekanntesten, mit landesweiten Radiosendungen anfingen.
Die ersten Sendungen bestanden aus Konzerten, Nachrichten und später auch populäre Musik, Sport, Kabarett und Unterhaltung.
Damals war die holländische Gesellschaft ziemlich erstarrt ("versäult" = verzuild). Die Kirchen hatten noch viel Einfluß. Die religiösen und sonstigen Auffassungen waren streng. Das Sprichwort "Twee geloven op één kussen: daar slaapt de duivel tussen" (= man soll einen Partner nur innerhalb der eigenen religiösen/gesellschaftlichen Kreise suchen) beschreibt eines der vielen moralischen Gesetze jener Zeit.
Es gab drei wichtige Säulen (s. auch Geschichtliches zu Deutschland und den Niederlanden):
1. die protestantisch-christliche: der Sonntag ist der Tag des Herrn. Man geht dann nur, wenn möglich 2 x am Tag, in die Kirche. Außerdem ist Familienbesuch erlaubt. Es gibt viele Kirchen, mit vielen oft kleinlichen Unterschieden. So hat z.B. die Frage, ob im Bibelbuch Genesis (1.Moses) die Schlange wirklich zu Eva gesprochen hat oder ob das übertragen ausgelegt werden soll, in den 1930er Jahren zu einer Kirchenspaltung geführt! Den Kindern wurde im Religionsunterricht u.a. gelehrt, die pfäffische Messe sei eine verfluchte Ketzerei. Zunächst waren Radio und Kino tabu: es seien Verführungen, durch den Satan erfunden und von Gott geduldet, um den Glauben des wahren Christen zu prüfen. Später wurde man etwas weiser, und es entstanden die NCRV (Nederlandse Christelijke Radio-Vereeniging) und der VPRO (Vrijzinnig Protestantse Radio Omroep). Die NCRV brachte sonntags nur religiöse Sendungen. Viele Familien besaßen eine kleine Hausorgel, bei deren Töne man am Sonntag nachmittag geistliche Lieder (u.a. von Johannes de Heer) sang. Aus diesen Kreisen entstand in Amsterdam eine eigene "Vrije" Universität.
Politische Parteien waren u.a. ARP = Anti Revolutionaire Partij, CHU (beide 1970 in der CDA = Christen Democratisch Appèl aufgegangen) und die strengeren SGP, GPV (die noch bestehen) und noch einige weniger bedeutende.
Die zweite Säule war die katholische. Unterstützt durch reiche Leute (Philips Eindhoven) und die katholische Kirche selbst, entstanden eigene Universitäten (Nimwegen, Tilburg), eigene Jugendbewegungen, Zeitschriften (Katholieke Illustratie etwa 1900-1965), eigene Sportverbände (nach der Frühmesse war sonntags jede Unterhaltung, auch Fußball und Radsport, erlaubt), Kinos (Filme, die nach der Zensur das bischöfliche "evulgetur" = "es werde unters Volk gebracht" erhalten hatten) und sonstige Unterhaltungseinrichtungen. Den Protestanten ging das alles viel zu weit. All diese "pfäffische Freimütigkeit", und das auch noch am Sonntag!
Die Katholiken bekamen den KRO: Katholieke Radio Omroep, der nicht nur Messen ausstrahlte, sondern auch Unterhaltung. Samstagsabends sprach der berühmte "Radio-pastoor" De Greeve. Seine Mini-Predigten wurden auch von weniger engstirnigen Protestanten sehr geschätzt.
Ihre Partei war die KVP. Der Pfarrer warnte die Katholiken oft davor, bei der Wahl eine andere Partei zu wählen. Das könnte die unsterbliche Seele daran hindern, von Gott im Paradiese eingelassen zu werden! (Beachte: de dominee = der protestantische Pfarrer, de pastoor = der katholische Pfarrer). Als sich die Erstarrung nach 1968 aufzulösen begann, ging auch die KVP 1970 in der CDA auf.
Die dritte Säule war die sozialistische. Es waren vor allem viele Arbeiter und Studenten, die den Kirchen Anfang des 20.Jahrhunderts den Rücken gekehrt hatten. Wenn ein sozialistischer junger Mann ein christliches Mädchen liebte und sich ihretwegen taufen ließ, galt er als Verräter der Arbeiterklasse. Auch wollte man in diesen Kreisen eine Lockerung der Sexualmoral. So gab es den "Neo Malthusiaanse Bond", der schon in den 1920er Jahren Kondome und empfängnisverhütende Mittel unter das Volk brachte. Nicht unnötig, denn ein außereheliches Kind war damals noch eine Schande, und Schwangerschaften wurden oft in primitivster Weise abgebrochen. Nach 1968 wurde dieser Bund zum NVSH, der wirklich viel Nützliches zustande gebracht hat. Die Sozialisten hatten den Politiker Troelstra gehabt, dessen Revolutionsversuch 1918 jedoch an der Treue der meisten Holländer zum Königshaus gescheitert war. Die Revolution, die ja in Deutschland zum Sturz des Kaisers und zum Zusammenbruch des Kaiserreichs geführt hatte, wurde bei Lobith am Rhein gestopt, so frohlockte die Mehrheit! Troelstra durfte politisch tätig bleiben, seine SDAP (Sociaal Democratische Arbeiderspartij, jetzt: PvdA = Partij van de Arbeid) war jedoch gemäßigter als viele ihrer Schwesterparteien im Ausland. Selbstverständlich gab es hier die ersten Gewerkschaften (vakbonden) und Streiks (stakingen). Auch die "Roten" hatten eigene Kinos und Unterhaltungslokale (auch am Sonntag geöffnet), eigene Jugendverbände und die VARA für das Radio (Vereeniging van Arbeider Radio Amateurs: viele Mitglieder bastelten selbst ein Radiogerät zusammen; dazu gab es im Handel eindeutige Bauanleitungen). Die VARA begann die Sendungen oft mit dem Lied "De Internationale".
Der AVRO blieb als allgemeine, unabhängige Rundfunkgesellschaft bestehen. Sie brachte u.a. die berühmten Live-Reportagen von Fußball-Länderspielen. Trotz Ver- und Gebote hörten alle sonntags um 14.30 Uhr zu, wie der begeisternde Reporter Han Hollander oft mit der nötigen Phantasie schilderte, wie das jährliche Freundschaftsspiel Holland-Belgien verlief!
Hollander war Sohn eines Deventer Juden, der Lumpenhändler war. Obwohl er 1940 bereit war, mit dem Besatzer (der alle Rundfunk-Vereine aufgelöst hatte; 1945 lebten sie alle wieder auf) zu kollaborieren, wurde er im KZ umgebracht. In Deventer wurde der Parkplatz des Eisstadions nach ihm benannt.
Die Regierung bestimmte nach Verhandlungen mit den Sendegesellschaften, wer wann eine Sendezeit erhielt. Die Mitgliederzahl war für die Länge der wöchentlichen Sendezeit entscheidend. Die nationale Sendeanlage entstand im reichen und zentral gelegenen Dorf Hilversum, 25 km östlich von Amsterdam. Es gab zusätzliche Verstärker (steunzenders), so daß die Sendungen im ganzen Land gehört werden konnten.
Als 1952 das Fernsehen begann, hatte sich diese Lage noch nicht wesentlich geändert. Und so wurde das Zuweisungssystem des Hörfunks auch auf das TV (Fernsehen) übertragen. Jede "omroepvereniging" fing an, auch Fernsehen zu machen, anfangs treu an der eigenen Säule ausgerichtet. Nur für Nachrichten (het journaal = die Nachrichten, es gab schon "het bioscoopjournaal" im Kino!), bestimmte Reportagen und nationale Sendungen gibt es den Staatssendeberechtigten NOS (Nationale Omroep Stichting).
Finanziert wurde das aus den Mitgliedsbeiträgen der diversen Vereine. Es gab (und gibt noch) Zuschüsse des Kultusministeriums. Immer noch ist die Mitgliederzahl mitbestimmend für die Stundenzahl im öffentlichen Fernsehen (de publieke omroep = Nederland 1, 2 & 3. Nederland 2 etwa seit 1960, Nederland 3 etwa seit 1975).
Die Rundfunk- und Fernsehgebühr wurde hierzulande 1998 abgeschafft und ist jetzt Teil der Inkomstenbelasting (Einkommenssteuer).
Später entstanden die nicht von einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe abhängigen Vereine TROS, Veronica (Jugendliche!) und BNN (auch für Teenager gedacht).
Da sich die "traditionellen" Vereine wie VPRO und NCRV allmählich auch von den strengen Prinzipien der Vorkriegszeit abwandten, entstand der wieder sehr orthodox protestantische EO (Evangelische Omroep).
Alle Vereine geben ein eigenes Wochenblatt heraus (omroepgids), mit allen Fernseh- und Rundfunkprogrammen darin und auch Reportagen, Rätseln, Werbung usw.
Nur die "omroepverenigingen" dürfen ein ausführliches Programmblatt herausgeben.
Veronica errichtete in den 1990er Jahren eine der jetzt 6 niederländischen kommerziellen Sender. Deren wichtigsten sind RTL 4 , RTL 5 und SBS 6. Diese Sender unterbrechen die Sendungen selbst durch Werbeblocks von 3-10 Minuten. In den öffentlichen Sendern ist das nicht erlaubt. Werbeblocks (3-6 Min.) sendet die STER (Stichting TV en Ether Reclame), nur ZWISCHEN den Sendungen wie auch im deutschen ZDF und ARD. Auch damit werden die Sendungen finanziert.
Jetzt wissen Sie ein bißchen, warum es so viele Sender in Holland gibt.
Über Sendepiraterie, erzählt von P. Hobma, Niederlande
Es gab einmal Sendepiraterie in den Niederlanden. Über die Sendepiraten weiß ich wenig.
Aus meiner Kindheit erinnere ich mich an Radio Veronica, einen Sendepiraten, der sehr beliebt war und von den Behörden "gedoogd" , d.h. geduldet, wurde. Das Sendeschiff befand sich auf der Nordsee, geradeso außerhalb der niederländischen Hoheitsgewässer. Ich lebte damals (in den 1960er Jahren) in Heiloo, nahe Alkmaar, wo der Sender empfangen werden konnte, wie in ganz Nord- und Südholland. Es war ein kommerzieller Sender, der auch Großunternehmen als Kunde für Werbespots hatte.
Sogar das Verkehrsministerium war Kunde: Ich erinnere mich, dass werktags jeden Nachmittag um 15.30 ein Spot gesendet wurde mit dem Inhalt: Autofahrer, seid vorsichtig ! Die Schule ist gleich aus, die Kinder überqueren die Straßen!.
Es wurden Hits und Evergreens abgespielt, es gab Ratespiele und natürlich Werbung.
In den 1970er Jahren kam Radio Noordzee als Konkurrent hinzu. Beide Sender hatten abenteuerliche Mitarbeiter, darunter die ersten bekannten DJs des Landes.
Veronica wurde später ein legaler Radio- und Fernsehsender.
Eine Webseite einer Stiftung mit dem Zweck, Erinnerungen daran zu erhalten (mit dem überraschenden Namen einer deutschen Insel!):
http://www.norderney.nl
Über Piratensender, erzählt von Wolfgang Reinken, Deutschland
Der Grund, warum ich mich bei Ihnen melde ist der Artikel über den
niederländischen Rundfunk. Er enthält viele sehr interessante Details,
die für mich auch vielfach neu sind. Ich finde aber, ein Aspekt ist
dabei unerwähnt geblieben: Die zahlreichen Seesender (auch Piratensender
genannt), die in den 60er und 70er Jahren gerade vor der
niederländischen Küste sehr aktiv waren.
Daß ich dem Niederländischen
zugetan bin, liegt u.a. daran, daß ich von 1971 bis 1974 vorrangig einen
dieser Seesender gehört hatte, es war Radio Nordsee International, der
auf Kurzwelle auch in Leipzig zu empfangen war.
Ein kleines Büchlein, das ich Ende der 70-er Jahre angelegt hatte, habe ich jetzt noch einmal in den Computer eingeklopft und schicke Ihnen den Inhalt hiermit zu. Ich weiß nun nicht genau, wie es mit den Urheberrechten aussieht. Es ist wie folgt zustande gekommen:
Der Off-Shore-Sender, den ich damals gehört hatte, war Radio Nordsee International. Er sendete tagsüber auf Niederländisch und abends auf Englisch. Da dieser Sender nicht wie die anderen Piratensender nur auf Mittelwelle und UKW für das lokale Publikum sendete, sondern auch auf Kurzwelle, war er auch in der DDR noch einigermaßen gut zu empfangen und hatte besonders im Raum Dresden eine größere Zahl von Zuhörern. Sonntagvormittags (10:00 bis 12:00 Uhr) sendete man auf der Kurzwelle regelmäßig sogenannte DX-Programme in englischer, deutscher und französischer Sprache. In solchen Programmen stellten die Moderatoren Peter und Werner Hartwig aus Emden u.a. in einigen Beiträgen die Geschichte von Radio Nordsee und anderer Seesender vor. Ich hatte diese Programme mit Tonband aufgezeichnet und aufgeschrieben. Die folgenden Beiträge entstammen diesen Aufzeichnungen.
Es gibt im Internet noch eine Reihe von Links, auf denen zur Geschichte der Seesender umfangreiches Material, u.a. Bild- und Tondokumente, enthalten ist. Hier sind einige dieser Webseiten:
http://www.rni220.nl/rni/rni.html
http://www.mediapages.nl/html
http://www.offshore-radio.de/pics.htm
http://www.offshore-radio.de/pics.htm
Es folgt nun die Abschrift meiner Aufzeichnungen der Berichte von Peter und Werner Hartwig:
Vorwort
Zum Verbot der Seesender
Der Kampf ums Überleben war 1974 entschieden. Er dauerte viele Jahre und wurde
besonders in den letzten eineinhalb Jahren zwischen Radio Nordsee und Radio Veronica
auf der einen Seite und der Regierung der Niederlande auf der anderen Seite
ausgefochten. Es gab endlose Debatten im holländischen Parlament, und schließlich
setzten sich die Kräfte durch, die gegen die Stationen gerichtet waren. In den Nieder-
landen traten am 31. August 1974 um Mitternacht zwei neue Gesetze in Kraft. Die Nie-
derlande hatten damit als eines der letzten Staaten die Straßburger Konvention ratifi-
ziert.
Das alles hat folgende Auswirkungen: Kein niederländischer Staatsangehöriger darf
mehr am Zustandekommen von Rundfunksendungen von Stationen außerhalb territorialer
Gewässer auf Schiffen oder künstlichen Inseln oder aus der Luft von Flugzeugen teilnehmen.
Weiterhin ist es Niederländern untersagt, solche Stationen zu versorgen,
Werbeaufträge an sie zu vergeben oder sie in irgendeiner anderen Weise zu
unterstützen. Dieses Gesetz entzieht den Off-Shore-Stationen die Lebensgrundlage,
denn ohne Versorgung vom Land aus und ohne Werbeaufträge können sie nicht existieren.
Aus der Geschichte von Radio Nordsee International
Im Jahre 1968, nach dem Close-Down der Off-Shore-Stationen vor der britischen Küste
versuchte eine Schweizer Werbeagentur das ehemalige Schiff von Radio London, die
Galaxy, wieder neu aufzurüsten. Das Schiff sollte als "Radio Nordsee" in der Deutschen
Bucht ankern. Nachdem das In Hamburg liegende Schiff teilweise wieder in Ordnung
gebracht worden war, ging dem Schweizer Unternehmen das Geld aus, und somit war
das Projekt gescheitert.
Zwei Schweizer Jungunternehmer; die die Sendeanlagen und die Studioausrüstungen
für die Galaxy geliefert hatten, wollten sich jedoch nicht mit dem Scheitern des Projek-
tes zufrieden geben. So beschlossen Edwin Bollier und Erwin Meister eine Firma zu
gründen, die MEBO Ltd. und selbst ein Projekt zu starten.
Zunächst kaufte man ein Schiff in Norwegen, die "Bjørkøy" oder zu deutsch "Birkeninsel".
Bei den Umbauarbeiten, die beträchtliche Geldsummen verschlangen, stellte
sich heraus, daß dieses Schiff sich nicht für eine Off-Shore-Station eignete, denn es
war zu klein. Man stellte die weiteren Arbeiten ein und suchte nach einem neuen Schiff.
Die Wahl fiel auf ein Schweizer Küstenmotorschiff, die "Silbretta". Inzwischen waren die
Pläne von Meister und Bollier teilweise durchkreuzt worden: 1969 wurde in der Bundesrepublik Deutschland
das Gesetz gegen die Seesender ratifiziert. Somit kam ein Ankerplatz in der
Deutschen Bucht nicht mehr in Betracht. Es blieb nur noch die holländische
Küste.
Im Januar 1970 verließ die "MEBO 2", auf diesen Namen hatte man das Schiff getauft,
den Hafen von Rotterdam. Man warf Anker vor der holländischen Küste bei Scheveningen
und eine Meile von der "Norderney" entfernt, dem Sendeschiff von Radio Veronica.
Am 28. Februar 1970 begannen die ersten Testsendungen auf UKW 102 MHz. Die Mit-
tel- und die Kurzwellensendeanlagen waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht betriebsfertig.
Aber kurze Zeit später erfolgten trotz schwieriger Arbeiten auf rauher See die ersten
Testsendungen auf Mittel- und Kurzwelle. Sie waren in deutscher und englischer Spra-
che, da man inzwischen einige englische DJs eingestellt hatte.
Nach kurzer Testzeit begannen die regulären Sendungen. Zu Anfang gab es technische
Schwierigkeiten im Studio, doch die waren schnell behoben. Die Eröffnung der Station
war am 28. Februar 1970 um 18:00 Uhr. Die benutzten Frequenzen zu diesem Zeitpunkt waren
Kurzwelle 6210 kHz, UKW 102 MHz sowie Mittelwelle 1610 kHz. Ein zweiter
Kurzwellensender wurde später noch im 31-m-Band auf der Frequenz 9940 kHz eingesetzt.
Zu diesem Zeitpunkt diente die "MEBO 1", die ehemalige "Birkeninsel", als Versorgungsschiff.
Man hatte noch mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im März lichtete
die "MEBO 2" den Anker und fuhr in Richtung England. Kaum war man vor der britischen
Küste angekommen, begann der englische "General Post Office" die Mittelwellenfrequenz
von RNI mit einem Überlagerungston zu stören. In Abstimmung mit Ronan
O'Rahilly änderte man zeitweilig den Namen "Radio Nordsee International" in "Radio
Caroline International", um bei den gerade in England stattfindenden Wahlen die oppositionelle
konservative Partei zu unterstützen. Doch auch nachdem die Konservativen
die Regierung übernommen hatten, hörten die Störungen nicht auf. So entschloß man
sich im August 1970 zurück zur holländischen Küste zu fahren. Bis zu diesem Zeitpunkt
waren die Werbeeinnahmen nur gering gewesen.
An einem nebligen Samstagnachmittag im August versuchte ein ehemaliger Amsterdamer
Nachtclubbesitzer sogar, die "MEBO 2" zu kapern. Ein Schlepper sollte das Schiff
in den Hafen von Scheveningen schleppen. Glücklicherweise schlug der Angriff von
Kees Manders fehl. Der Schlepper mußte wieder unverrichteter Dinge abziehen und die
"MEBO 2" wurde zeitweilig unter den Schutz einer holländischen Fregatte gestellt. Im
September 1970 wurde auch das erste DX-Programm mit A.J. Beirens ausgestrahlt. Es
dauerte ca. 15 Minuten.
Das Ende von Radio Nordsee International kam am 24. September 1970 sehr überraschend,
denn Edwin Bollier hat bis kurz zuvor erklärt, es könne nach so vielen Gegenschlägen
nur noch aufwärtsgehen. die Sendungen auf Mittelwelle 220m, eine Frequenz,
die man nach langem Suchen gefunden hatte, auf 6210 kHz auf Kurzwelle sowie auf
UKW 100 MHz wurden vormittags um 11:01 Uhr eingestellt. danach war es eine Zeit-
lang still auf diesen Frequenzen. Ende des Jahres 1970 gab es viele Gerüchte um eine
Wiederaufnahme der Sendungen von "Radio Nordsee International", denn die "MEBO
2" lag noch immer auf ihrer Ankerposition, 4 1/2 Meilen vor Scheveningen.
Im Januar wurde die Position für einige Wochen vor die belgische Küste verlegt. Wegen
der ungünstigen Strömungsverhältnisse fuhr die MEBO jedoch nach einigen Wochen
zurück auf ihren alten Ankerplatz.
Am 6. Januar war es dann endlich soweit: RNI nahm auf Mittelwelle 220m wieder erste
Testsendungen auf. Man hatte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und plante,
nachdem die deutschen Sendungen schon im Juni 1970 eingestellt worden waren, jetzt
tagsüber ein holländisches und nachts ein englisches Programm auszustrahlen. Es
wurde ein Vertrag mit dem holländischen Bazaar-Konzern unterzeichnet, der für die holländischen
Programme zuständig sein sollte. Am 21. Februar 1971 eröffnete Alan West
die Station erneut.
Am 6. März 1971 begannen auch die holländischen Programme, zunächst von 9:00 Uhr
morgens bis nachmittags 16:00 Uhr. Die ersten DJs waren Joost ten Draaier, Jan van
Veen und Ferry Maat.
In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai enterten drei Froschmänner die "MEBO 2" und
warfen eine Brandbombe in den Maschinenraum. Sofort wurden SOS-Rufe über den
Sender gegeben. Als am nächsten Morgen der Brand endlich gelöscht war, stellte man
fest, daß das gesamte Achterschiff ausgebrannt war, Wie durch ein Wunder waren
jedoch sämtliche Generatoren, Sende- und Studioanlagen noch in Ordnung, so daß
man den Sendebetrieb aufrecht erhalten konnte. Das Schiff wurde innerhalb mehrerer
Monate auf See repariert. Die Täter wurden schnell gefaßt und zu Gefängnisstrafen verurteilt.
Der Hintermann des ganzen Brandanschlages, Veronicas Programmdirektor Jur-
gens, ebenso wie der Direktor von "Radio Veronica", Bull Verwij, bekamen Gefängnisstrafen.
Seit dieser Zeit ist es bei RNI, sieht man von zwei Ankerkettenbrüchen ab; ruhig
geblieben. Man konnte sich neben "Radio Veronica" recht gut etablieren und wurde so
zum gleichwertigen Konkurrenten. Im Sommer 1973 wurde vom holländischen Service
die Aktion gestartet: "Radio Noordzee - Hou 'em in de lucht" ("Radio Nordsee - haltet es
im Äther!"). Man wollte versuchen, Sendezeit über die holländischen Rundfunk- und
Fernsehkanäle zu erhalten. Damals war oft das Lied von Eddie Mathieu zu hören: "Een
DJ van Noordzee".
Im Spätsommer des Jahres beschloß die erste Kammer des holländischen Parlaments,
die Straßburger Konvention
des Europarates gegen die Off-Shore-Stationen zu ratifi-
zieren. Minister van Doolen hatte sein Ziel erreicht: RNI schloß seine Sendungen am
31.August 1974 um 20:00 Uhr.
Über die vier weiteren Seesender vor der niederländischen und belgischen Küste
Zuerst die Station, die als Seesender über 14 Jahre bestand: "Veronica vijf drie acht".
Ende 1959 wurde in Amsterdam eine Gesellschaft gegründet, die sich zum Ziel gesetzt
hatte, eine kommerzielle Rundfunkstation auf einem Schiff zu errichten. In Emden
kaufte man ein ehemaliges Feuerschiff, rüstete es binnen mehrerer Monate zu einem
Sendeschiff aus und ließ es trotz Schwierigkeiten, die durch die Emdener Hafenbehörden
verursacht wurden, im April 1960 von einem englischen Schlepper zu einer Position
ca. 6 Meilen vor die Küste des Seebades Katwijk bringen. Hier nahm man dann am 21.
April 1960 gegen 10 Uhr auf der Frequenz 1620 kHz =185m Testsendungen mit einer
Leistung von ca. 1,5 kW auf. Da die benutzte Frequenz außerhalb des Mittelwellen-
bereiches lag und "Veronica" außerdem den Küstenfunk störte, änderte man im Mai
1960 die Frequenz auf 1562 kHz = 192m und erhöhte die Sendeleistung bald auf 10
kW. Zu Anfang sendete "Veronica" neben seinen holländischen Programmen, die in den
Hilversumer Studios am Zeeberg aufgenommen wurden, auch Programme in englisch,
die jedoch bald wieder eingestellt wurden, da der Empfang in England zu schlecht
war.
Radio Veronica brachte Programme, die die holländischen Hörer bis dahin nur von aus-
ländischen Rundfunkstationen kannten: Unterhaltende Musikprogramme, die flott prä-
sentiert wurden. Veronicas Hörerschaft wuchs, und die ersten Werbekunden ließen nicht
lange auf sich warten. Als erste Station in den Niederlanden benutzte Veronica Jingles,
und mit dem Jahre 1964 wurde die Top 40 eingeführt. Außerdem wurde in diesem Jahr
das alte Schiff außer Dienst gestellt, und die Station sendete von nun an von der
Norderney. Man hatte enormen Erfolg bei seinen Hörern und war auch auf sozialem
Gebiet sehr aktiv. Viele hunderttausend Gulden wurden für soziale Einrichtungen
gespendet. Veronica hatte jedoch nicht immer Glück. In einer scheren Sturmnacht 1973
riß die Ankerkette und die Norderney trieb auf die Küste zu. Nur unter größter Lebens-
gefahr konnten Besatzung, Techniker und Nachrichtensprecher gerettet werden. Das
Schiff strandete noch in derselben Nacht, und erst nach 14 Tagen konnte es vom
Strand an seinen alten Ankerplatz geschleppt werden.
Im Laufe der Jahre wurden die Störungen auf 192m durch den Schweizer Sender Beromünster
immer stärker. Daraufhin wurden am 30. September 1972 die Sendungen um
12:30 auf 192m eingestellt und um 13:00 Uhr auf 538m = 557 kHz wieder aufgenommen.
Bereits im Sommer 1972 hat Veronica mit der Aktion "Veronica blijft als u dat wilt" (Veronica bleibt,
wenn Sie es wollen). Im April 1973 wurden diese Aktionen mit einer riesigen
Demonstration in den Haag fortgesetzt. Veronica war von diesem Zeitpunkt an sehr
aktiv, denn man wollte in Zukunft als legale Rundfunkgesellschaft vom festen Land aus
weitersenden, was nach holländischem Gesetz möglich ist. Am 31.8.1974 hat auch
Radio Veronica seine Sendungen nach über 14 1/2 Jahren eingestellt.
Vom Deck der MEBO 2 sieht man nicht nur die Norderney sondern noch ein weiteres,
sehr bekanntes Radioschiff liegen, die Mi Amigo. Auf diesem Schiff waren zwei Stationen
beheimatet: Tagsüber waren die niederländischen Programme von Radio Mi
Amigo International zu hören. Diese Programme wurden in den Niederlanden aufgenommen
und dann vom Schiff ausgestrahlt. Das Büro der Station befand sich in
Breda in den Niederlanden.
Weihnachten 1973 begannen auf 1187 kHz = 259m Testsendungen und am 1. Januar
1974 wurden die Programme offiziell eröffnet. Radio Mi Amigo International Kann außer
in den Niederlanden besonders in Belgien viele Hörer verzeichnen. Die Station war von
6 Uhr bis 19 Uhr zu hören. Am Wochenende sendete Radio Mi Amigo auch französische
Programme.
Auch nach dem 31. August 1974 blieb Radio Mi Amigo im Äther und sendete noch ca. 2
Jahre illegal.
Wenn Radio Mi Amigo International seine Sendungen abends um 19 Uhr beendet hatte,
war eine andere Station auf 259m zu hören, Radio Caroline.
Die Geschichte dieser Station beginnt im Jahre 1963. Ein junger Ire mit dem Namen
Ronan O'Rahilly war von der Idee fasziniert, eine eigene Off-Shore-Station zu betreiben.
Diese sollte speziell für die Britischen Inseln senden. Im Hafen von Greenmore,
Irland, setzte er seinen Plan in die Tat um.
Anfang März 1964 lief ein fertiges Radioschiff, die M.G. Caroline aus, um zu ihrem
Ankerplatz vor Harridge an der englischen Ostküste zu fahren. Am Karfreitag, dem 27.
März 1964 eröffnete Radio Caroline seine Sendungen auf 199m. Es dauerte nicht lange
und eine weitere Station nahm ihren Betrieb auf: Vom Radioschiff Mi Amigo sendete auf
ca 200m Radio Atlanta.
Anfang Juli 1964 einigten sich Ronan O'Rahilly von Radio Caroline und Alan Crofford
von Radio Atlanta und schlossen ihre beiden Organisationen zu einer Gesellschaft
zusammen.Wenige Tage danach lichtete die M.G. Caroline ihren Anker und fuhr in
Richtung Irische See zur Isle of Man. In der Wembley Bay fand sie einen neuen Ankerplatz.
Die Station hieß von nun an Radio Caroline North. Die Mi Amigo änderte ihren
Ankerplatz nur geringfügig, und der Stationsname wurde von Radio Atlanta in Radio
Caroline South geändert. Was für RNI "Man of Action" war, war für die beiden Carolines
"Caroline" von den Fortions.
Einige Jahre später, am 15. August, mußten wegen des britischen Marine Offences Act
sämtliche britischen Off-Shore-Stationen schließen. Nur die Carolines machten weiter.
Am 3. März 1968 wurden die Caroline-Schiffe wegen nicht bezahlter Rechnungen von
der Tenderfirma Weissmueller abgeschleppt und in den Amsterdamer Hafen gebracht.
Dort rosteten sie vor sich hin, bis schließlich die M.G. Caroline abgewrackt wurde. Die
Mi Amigo wurde in den Hafen von Zaandam gebracht. Im Sommer 1972 diente sie als
Off-Shore-Museum und eine Art Hotel.
Im September 1972 war die ruhige Zeit vorbei. Sie wurde zu einem Ankerplatz unweit
der MEBO 2 geschleppt. Am 30. September wurden erstmals wieder Testsendungen
ausgestrahlt. Die weitere Geschichte der Station in Stichworten: Dezember 1972: Die
Mi Amigo wurde wegen Differenzen zwischen Ronan O'Rahilly und der Besatzung und
dem Kapitän wieder in den Amsterdamer Hafen geschleppt. 2. Januar 1973: Die Mi
Amigo ist wieder auf ihrem alten Ankerplatz und man beginnt erneut Sendungen auf
1187 kHz in Englisch und Holländisch. 26. März 1973: Wegen finanzieller Schwierigkeiten
werden die Sendungen abgebrochen. 11. April: Da die Norderney gestrandet ist,
mietet Radio Veronica sich bei Radio Caroline ein. Am 20. April schweigt Caroline wie-
der. Ende Mai ist die Station auf zwei Frequenzen zu hören: auf 1187 kHz in Holländisch
unter dem Namen Radio Caroline und auf 773 kHz in Englisch unter dem Namen Radio
Caroline International. Nach einem Monat schweigen die Sender wieder. Am 15. Juli
1973 beginnen auf 1187 kHz die Sendungen von Radio Atlantis. Einige Tage später sind
abends die Programme von Radio Seagull zu hören. Anfang Oktober bricht auf de Mi
Amigo wieder ein Sendemast ab. Radi Atlantis beendet seine Sendungen Mitte Okto-
ber. Danach schwieg der Sender wieder bis Ende 1973. Dann war ein neuer Mast instal-
liert, und es konnten Testsendungen von Radio Mi Amigo gehört erden, und Anfang 1974 nahm
auch Radio Seagull seine Sendungen wieder auf. Am 24. Februar 1974 beendete Radio
Seagull seine Programme, und auf 1187 kHz ist jetzt wieder die ganze Nacht über Radio
Caroline zu hören. Radio Caroline hat wie auch Radio Mi Amigo am 31. August 1974
seine Sendungen nicht eingestellt, sondern genau wie 1967 gegen die staatliche
Gewalt weitergesendet, etwa zwei Jahre!
Nun zu einer Station, die vorhin schon erwähnt wurde, zu Radio Atlantis. Wie bereits in
der Geschichte von Radio Caroline erwähnt wurde, wurde ab 19. Juli 1973 der Sender
auf der Mi Amigo von dem Belgier Adrian van Landschoot täglich für 13 Stunden
gemietet. Radio Atlantis sendete von der Mi Amigo holländische Programme, die in den
Landstudios in Oostburg in den Niederlanden aufgenommen wurden. Mitte Oktober
löste van Landschoot den Vertrag mit Ronan O'Rahilly. Er dachte jedoch nicht daran,
sein Radio Atlantis so einfach sang- und klanglos untergehen zu lassen.
Ende Oktober kaufte Adrian van Landschoot das Sendeschiff von Radio Condor, einer
Station, die nicht über das Stadium von Testsendungen hinausgekommen war. Das
Schiff wurde Anfang November nach Cuxhaven geschleppt, in "Jeannine" umbenannt
und für seinen künftigen Verwendungszweck umgebaut. Weihnachten 1973 traf die
Jeannine auf ihrem Ankerplatz ca. 12 Meilen vor der Küste von Knokke in Belgien ein.
Man begann mit Testsendungen auf 1115 kHz, wechselte jedoch an einem Sonntagnachmittag
Anfang 1974 diese Frequenz auf 1331 kHz. In Oostburg waren inzwischen
neue Studios eingerichtet worden, in denen niederländische Programme produziert wurden.
Abends und nachts kamen Programme live vom Schiff in englischer Sprache.
Anfang April 1974 wurde auf der Frequenz 962 kHz = 312m gesendet.
Im Juli riß die Ankerkette der Jeannine, das Schiff konnte jedoch vom Schlepper auf
den Haken genommen werden. Ende Juni wechselte man die Frequenz und war von
nun an auf 1320 kHz zu hören. Die Frequenz wurde mehrmals leicht geändert. Einige
Male war Atlantis auch auf Kurzwelle etwas außerhalb des 49m-Bandes mit Testsen-
dungen zu hören.und zwar auf 6225 kHz. Die Leistung des Mittelwellensenders auf der
Jeannine betrug leider nie mehr als 2,5 bis 3 kW, meistens noch weniger. Dadurch
konnten viele Hörer die ausgezeichneten Programme von Atlantis leider nur in schlech-
ter Qualität empfangen.
Am 25. August 1974 wurde um 14 Uhr der niederländische und am 31. August der internationale englische Service eingestellt.
Das war eine kleine Übersicht der Off-Shore-Stationen vor der niederländischen und
belgischen Küste, die vom holländischen Gesetz gegen diese Sender betroffen waren.
Ich hoffe, diese Einblicke waren für Sie interessant. Ich finde jedenfalls, daß diese mutigen Radio-Pioniere einiges auf sich genommen haben und oft viel Idealismus bewiesen haben, um etwas anderen Rundfunk zu produzieren, denn das große Geld war nicht zwangsläufig zu erwarten auch wenn einige Sender, die gut liefen, eine Menge Geld eingespielt haben.
Die drie jaren die van 1971 tot 1974 naar Radio Noordzee kon luistern zijn de reden waarom ik nog steds van Nederland en van de Nederlandse taal hou. Ik hoor ook vak nederlandstalige muziek; dat is niet makkelijk hier in Duitsland.
Met hartelijke groeten
Wolfgang Reinken
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