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Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur


Stand der Bearbeitung: 5.12.2003
Zuletzt bearbeitet: 5.1.2007

Sinterklaas - Weihnachten in den Niederlanden

Sankt Nikolausfest
Weihnachten und Heiligabend
Zur Geschichte des Weihnachtsbaums
Weitere Informationen zu Weihnachten (Kerstmis) in den Niederlanden
Die kleine Geschichte soll einen klitzekleinen Einblick in die Rolle der Pieten geben
Weitere Geschichten von Sinterklaas und seinen Pieten

Sinterklaas = Sankt Nikolaus

Quellen: Verschiedene, viele wertvolle Ergänzungen von P. Hobma, Niederlande

Am Sinterklaasabend, dem Abend des 5. Dezembers, dem Vorabend des Nikolaustages, wird in den Niederlanden das Sankt Nikolausfest gefeiert und traditionell die Geschenke gegeben. Das entspricht in etwa unserem Heiligabend-Brauchtum. (Ursprünglich war der Nikolaustag der eigentliche Weihnachtsfeiertag. Im Laufe der Christianisierung wurde er bei uns allerdings auf den Heiligabend und den 25. und 26. Dezember verschoben). Die Kinder schreiben - wie die deutschen - eine Wunschliste (een verlanglijstje). Traditionell werden die phantasievoll verpackten Geschenke - vor allem größeren Kindern, Teenagern und Erwachsenen - mit einem neckischen oder scherzhaften Reim (oder einem Gedicht) überreicht.

Untrennbar mit der Sinterklaaszeit verbunden sind traditionelle Süßigkeiten wie Schokoladenbuchstaben, Pfeffernüsse und Marzipan. Ab dem frühen Herbst werden diese traditionellen Süßigkeiten in den Geschäften angeboten. Die Niederländer essen sie gern.

Jährlich konsumieren sie circa 20 Millionen Schokoladenbuchstaben, eine weltweit unschlagbare Menge. Der Ursprung der Schokoladenbuchstaben liegt im 19. Jahrhundert. Da wurden die Sinterklaas-Päckchen mit einem Laken abgedeckt und der Anfangsbuchstabe des Namens des Kindes aus Brotteig daraufgelegt, für das die Geschenke bestimmt waren. Später stellten die Bäcker die Buchstaben aus Keksen oder einem bestimmten, fetten und süßen Blätterteig ("banket") her, gefüllt mit einer sehr süßen Mischung aus u.a. Zucker und Mandeln ("amandelspijs"). Ein Rezept findet sich bei: http://www.hollandsepot.dordt.nl/gebak/gebak.htm.
Anmerkung von P. Hobma, Niederlande:
Mein Arbeitgeber schenkt meinen Kollegen und mir jedes Jahr so einen Buchstaben. Der Ursprung dieser Schokoladen- u.a. Buchstaben liegt in der altgermanischen Magie. Wer einem anderen die Anfangsrune oder den Anfangsbuchstaben seines Namens schenkt, gibt diesem anderen etwas Macht über ihn. Es ist also ein Geschenk aus Liebe. Denn wer den Namen eines anderen kennt, hat auch eine gewisse Macht über ihn (das Grimmsche Märchen des Rumpelstilzchen zeugt noch davon!). Und nur aus Liebe verschenkt man diese Macht.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Schokoladenbuchstaben auf, die sich blitzschnell allseitiger Beliebtheit erfreuten.
Außer den Buchstaben sind Goldmünzen aus Schokolade eine begehrte Leckerei. Diese sind auf eine Legende zurückzuführen: Drei Töchter eines verarmten Edelmannes, der kein Geld für eine Mitgift hatte, sahen keinen anderen Ausweg, als als Prostituierte zu arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Um ihnen zu helfen, warf Nikolaus, der Schutzpatron von Ehe und Familie, ein Bischof, der stets nur Gutes im Schilde führte, drei mit Goldstücken gefüllte Börsen durch das Fenster in die Stube. Das war derartig viel Geld, daß er damit die Mädchen vor einem Leben in der Gosse bewahrte und ihnen außerdem eine Aussteuer ermöglichte. - Die Güte und Wundertätigkeit des Heiligen Nikolaus war legendär. (Außer der Mitgiftlegende gibt es noch andere, z.B. die von der wundersamen Kornvermehrung: In Lykien in Kleinasien herrschte große Hungersnot. In dieser Zeit landen Schiffe, die auf dem Weg nach Konstantinopel waren, in der Stadt Andriake. Um Korn für die hungrige Bevölkerung zu erbitten, eilt Nikolaus herbei. Die Seefahrer weisen jedoch sein Anliegen zurück, da das Korn grammgenau gewogen worden sei und sie mit Ärger zu rechnen hätten, wenn etwas fehlen würde. Nikolaus sichert ihnen Straffreiheit zu und bittet um 100 Scheffel von jedem Schiff. In Konstantinopel angekommen, fehlt kein bißchen von der Ladung. Für die hungrige Bevölkerung Lykiens reicht das erhaltene Getreide zwei Jahre.)

Die Pfeffernüsse werden unter den Kindern verstreut. Auch diese Tradition wird aus der guten Tat des gütigen Nikolaus hergeleitet. Taucht Sinterklaas irgendwo zu Besuch auf, werfen seine Knechte, die Pieten (de Zwarte Piet = Knecht Ruprecht) Süßigkeiten aus dem Nikolaussack den Menschen zu. Früher wurden unter die Pfeffernüsse echte Münzen gemischt.
Heutzutage werden keine Münzen mehr unter die Pfefferkuchen gemischt, sondern meistens Zuckerherzen und Baisers.
Die Pfeffernüsse in der Form von Würfeln oder Halbkugeln sind ursprünglich Fruchtbarkeitssymbole. Deshalb wird ihr Verstreuen außer mit der Legende von den drei Schwestern auch mit Fruchtbarkeitsriten, die früher zu Beginn des Winters stattfanden, in Verbindung gebracht. Das Verstreuen ist mit dem heutigen Brauch des Reiswerfens bei der Hochzeit zu vergleichen.

Das besonders zur Sinterklaaszeit viel verzehrte Marzipan wird auch mit der Liebe in Verbindung gebracht. Um den 5. Dezember herum - im 17. Jahrhundert - konnten Jungen mit einem Stück Marzipan einem Mädchen ihre Liebe gestehen. (Dieser Brauch wird heute durch das Versenden von Weihnachtskarten ersetzt, mit deren Versendung man dem anderen zeigt, daß man an ihn denkt).
Ergänzung von P. Hobma, Niederlande: Aus Marzipan (das in vielen bunten Farben verkauft wird) werden allerlei mehr oder weniger hübsche und humorvolle Sachen geformt und in den Läden verkauft. Der Geschmack und die Qualität dieses Marzipans ist schlechter als z.B. dem Lübecker Marzipan. Die Süßigkeit dient auch oft zur milden Neckerei, z.B. dritte Zähne, ein Schweinchen, eine Wurst, ein leeres Portemonnaie, eine Gelbe oder Rote Karte, ein Lutscher, ein Telefon: Nahezu alles ist aus Marzipan zu haben.
Manchmal nahmen die Jungen statt Marzipan Spekulatius. Der Keks hat im allgemeinen die Form einer Figur. Ein "Spekulatiusfreier" wurde darum der Spekulatius (oder Honigkuchen) genannt, den ein Mädchen bekam. Dies ist als Anregung zur Partnersuche oder als ein Wink eines/einer heimlichen Geliebten.
In den Niederlanden wird Spekulatius das ganze Jahr über gegessen. Diese Kekse sind allerdings kleiner als die, die in der Sinterklaaszeit in den Niederlanden angeboten werden.
Der Name Spekulatius ist lateinischen Ursprungs. Er bedeutet Spiegel; denn das Endprodukt aus einer Spekulatiusform, die traditionell aus Holz ist, ist immer das Spiegelbild der Abbildung in der Form.
Ungefähr 16 Millionen Euro geben Niederländer jährlich für die Spekulatiusfiguren und gefüllte Spekulatius aus. Auch für Schokoladenbuchstaben, Marzipan und Pfeffernüsse werden jährlich zig Millionen Euro ausgegeben.
Ergänzung von P. Hobma, Niederlande: Spekulatiusformen aus Holz, "speculaasplanken", haben eine Länge on 25 bis wohl 75 cm. In mehreren Heimatmuseen (siehe u.a. : Bäckereimuseum Hattem bei Zwolle, , fast ganz unten; oder: Bäckereimuseum in Medemblik, zwischen Amsterdam und Den Helder, prov. Nordholland: http://www.deoudebakkerij.nl) der Niederlande und Flanderns sind einige schöne Exemplare aus dem 17., 18. oder 19. Jahrhundert zu sehen. Aber sie werden auch jetzt noch verkauft und gebraucht! Siehe das altholländische Kochrezept für Spekulatius: http://www.hollandsepot.dordt.nl/sinterklaas/sinterklaas.htm! Abweichend ist: gevulde speculaas (gefüllter Spekulatius). Es ist ein weiches, mit "amandelspijs" gefülltes Gebäck, das nur gleich wie der harte Spekulatius gewürzt is (mit "speculaaskruiden").

Sinterklaas beruht auf Sankt Nikolaus, einem Bischof, der zu Beginn des 4. Jahrhunderts nach Christus in Myra in Klein-Asien (der heutigen Türkei) lebte und dort eine gute Tat nach der anderen vollbrachte. Ganz allgemein war Nikolaus ein herzensguter Mann, der vor allem Kindern beschenkt hatte. In den Niederlanden schaut Sinterklaas (oder "Sint" oder "Goedheiligman" (sprich ordentlich krächzend: Chudheilichman) wie ein freundlicher Mann mit einem langen, weißen Bart aus. Er trägt ein weißes Gewand und darüber einen roten Mantel. Seinen Kopf ziert eine Mitra (Bischofsmütze).
(Das geht zurück auf den germanischen Gott Wotan, der nachts auf seinem achtbeinigen Roß Sleipnir durch den Himmel ritt. Daher war im streng reformierten 17. und 18. Jahrhundert das Nikolausfest heidnisch und auch verpönt!)
Manche moderne Familien haben jedoch das Nikolausfest abgeschafft und den Geschenke-Austausch aufs Weihnachtsfest verlegt. Reiche Leute feiern sogar beide Feste, wobei die teureren Sachen grundsätzlich am 24.12. (Heiligabend) oder 26.12. (Boxing Day, nach englischem Vorbild) geschenkt werden.
Mitte November macht er sich mit seinen Pieten (Piet = Knecht Ruprecht), die ihn begleiten und wie Schwarze geschminkt sind (zwarte Pieten = schwarze Peter), mit dem Dampfer auf den Weg in die Niederlande, um dort die artigen Kinder mit Geschenken zu beglücken. Die unartigen oder bösen lernten früher von seinen Pieten die Rute kennen. Das Rutenbündel ist davon noch ein Überbleibsel. Der Sack, in dem die bösen Kinder mit nach Spanien genommen wurden, dient jetzt nur noch zum Ausstreuen von Leckereien und kleinen Geschenken.
(Sinterklaas kommt aus Spanien, wobei nicht bekannt ist, warum er aus diesem und keinem andern Land oder Ort kommt. An einem Sonnabendnachmittag Mitte November trifft er in einer niederländischen Hafenstadt ein. Dies wird live im Fernsehen übertragen. In einigen Städten wie Dordrecht*, der ältesten Stadt der Niederlande, und der Hansestadt Deventer wird - wie in einigen anderen Städten auch - der Einzug des Sinterklaas ebenfalls gefeiert.)
Anmerkung von P. Hobma, Niederlande: Die Tradition, nach der Sinterklaas aus Spanien kommt, hat möglicherweise nur damit zu tun, dass im 15. und 16. Jahrhundert Spanien eine Großmacht war, die auch über z.B. Süditalien herrschte. Es war durch seine Kolonien in Amerika reich geworden; der Nikolaus brachte viele Geschenke, der Name Myra klingt südeuropäisch- also was ist logischer, als dass "de goede Sint" aus Spanien kommt?
Von dem Tag an, wo er in den Niederlanden ankommt (am 5. Dezember), dürfen Kinder ihre Schuhe vor den Herd oder an den Kamin stellen, in der Hoffnung, darin am nächsten Tag Leckeres zu finden. Meistens stellen sie noch eine Möhre oder etwas Heu oder ein Schälchen Wasser für Sinterklaas' Pferd dazu. Während der Nacht reitet Sinterklaas mit seinem Schimmel durch das Land, und seine Pieten klettern auf die Dächer, um kleine Geschenke und Süßigkeiten die Schornsteine hinunterzuwerfen und in den Schuhen der Kinder zu hinterlassen.
Ende November liefern die Kinder den Wunschzettel bei Papa oder Mama ab und, wenn es klappt, gibt es dann am 5. Dezember, dem Vorabend seines Geburtstages, Besuch vom Nikolaus und seinem schwarzen Knecht. Die Kinder singen dann brav ein Nikolausliedchen, z.B.
Sinterklaas Kapoentje
Doe iets in mijn schoentje
Doe iets in mijn laarsje
Dank U Sinterklaasje!
(Sinterklaas Kapoentje
Tu' was in mein Schuhchen
Tu' was in mein Stiefelchen
Dank Ihnen, Sinterklaasje!)

Zwarte Piet streut nun Pfeffernüsse aus. Dann schleppt Nikolaus (oft Vati in Vermummung) einen großen Sack mit Geschenken herein. Am Tag danach, dem 6. Dezember, Sinterklaas' Geburtstag, verläßt er die Niederlande wieder und fährt mit seinen Pieten mit dem Dampfer zurück nach Spanien.

*Dordrecht
Geachte webmaster,
Op uw Sinterklaaspagina valt te lezen, dat Dordrecht de oudste stad van Nederland zou zijn. Dat is echter niet het geval. Wel is Dordrecht de oudste stad van Holland (dus de provincies Noord-Holland en Zuid-Holland). De oudste stad van Nederland daarentegen is ofwel Maastricht ofwel Nijmegen; daar zijn de wetenschappers het nog niet helemaal over eens.
Met vriendelijke groet,




Und Weihnachten? - Heiligabend fällt bei den Niederländern und Flamen nicht unter den Tisch. Dieser Abend wird besinnlich im Kreis der Familie gefeiert, beispielsweise mit einem Kirchgang in die Nachtmesse. Oder man geht am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages in die Messe. Anschließend wird meistens mit den Verwandten ein Festessen - oft im Restaurant - genossen. Oft gibt es auch (wie zu Silvester) eine Brotmahlzeit, diesmal aber mit Weihnachtsstolle und Fischspeisen usw. Die Weihnachtstage dienen dem Zusammensein mit Verwandten und Freunden und der Versöhnung und Besinnung.

Auch die Niederländer haben - wie wir - im gleichen Zeitraum einen geschmückten Weihnachtsbaum.
Sie singen auch teilweise die gleichen Weihnachtslieder wie wir, nämlich die traditionellen - allerdings mit niederländischen Texten, z.B.
Stille Nacht, Heilige Nacht - Stille nacht, heilige nacht ("Stille Nacht" in niederländischer Übersetzung ist das beliebteste Weihnachtslied.)
Oh Tannenbaum - O denneboom
Herbei, oh ihr Gläubigen - Komt allen tezamen
Kling, Glöckchen, klingelingeling - Luid klokje klingelingeling
Es ist ein Ros' entsprungen - Er is een roos ontsprongen

Es ist üblich, im Dezember Weihnachtskarten mit den besten Wünschen zu verschicken:
Prettige kerstdagen en gelukkig nieuwjaar = Frohe Weihnachten und Prosit Neujahr!
Die niederländische Post gibt dafür eigens Sonderbriefmarken zum Billigtarif von 29 statt 39 Cent für normale Inlandsbriefe heraus.
Steht auf der Karte "Zalig kerstmis" statt "Gelukkig keerstfeest" so wissen Sie, daß der Absender katholisch ist.
Der Dreikönigstag (6. Januar) ist kein Feiertag.




Zur Geschichte des Weihnachtsbaums
N.N.: Die Geschichte des Weihnachtsbaums. Bäumchen wechsel dich. Aus: Mein Zuhause, Mitgliederzeitschrift des Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG, Heft Nr. 3, Dezember 2006, S. 19
Alljährlich thront der Weihnachtsbaum auf öffentlichen Plätzen und in unseren Wohnzimmern, ein heute allgegenwärtiges Symbol für die Weihnachtszeit. Doch wo kommt er eigentlich her, dieser Brauch?
Es scheint, als gäbe es so viele Überlieferungen und Quellen, wie der Christbaum Nadeln hat - übrigens im Schnitt um die 400.000! Ein Blich auf die Historie zeigt, daß wir ihm auch die weihnachtliche Bescherung verdanken - ohne Baum keine Geschenke! Denn die gab es ursprünglich nur zum Nikolaus. Der heutige Weihnachtsbaum basiert vermutlich überwiegend auf dem uralten Brauch, in der dunklen Jahreszeit wintergrüne Gewächse in die Häuser zu holen - als Symbol für neues Leben und die Wiederkehr des Frühlings...
Die weihnachtliche Baumsitte ist ... vergleichsweise jung: Überlieferungen zufolge wurde der erste Christbaum 1419 von der Freiburger Bäckergilde aufgestellt, 1539 wird von einem Weihnachtsbaum im Straßburger Münster berichtet.
Die Berliner durften erstmals 1785 einen öffentlichen Christbaum bewundern. Weihnachtsbaum und -pyramide bürgerten sich hier übrigens zahlreich ein; die günstigeren hölzernen Pyramiden ersparten zudem den teuren Transport von Tannenbäumen aus bewaldeten Regionen.
Während der Weihnachtsbaum in protestantischer Tradition Wurzeln faßte, lehnte die katholische Kirche diesen "heidnischen" Brauch anfangs ab - schließlich gehörten der Kirche früher große Waldgebiete, die das Volk zu plündern drohte... Doch gegen Ende des 19. Jahrhunderts trat der Christbaum auch in den katholischen Regionen Deutschlands und in Österreich seinen friedvollen Eroberungszug an.
Großbritanien, die Niederlande, Rußland und Italien verdanken ihren Weihnachtsbaum den Deutschen. Ebenso Frankreich, wenngleich manche Franzosen darin eine Annäherung an das Deutschtum beklagten. Deutsche Auswanderer des 18. Jahrhunderts nahmen den Brauch mit in die USA, wo der erste Weihnachtsbaum 1891 im Weißen Haus aufgestellt wurde. In Australien, wo Tannen selten und teuer sind, sind Plastikbäume üblich.
...




Weitere Informationen zu Weihnachten (Kerstmis) in den Niederlanden:

Weihnachten in den Niederlanden:
http://www.rainbowkids.de/interessantes/info_laender/JHaupt/wie_feiert_man.htm

Weihnachtsbräuche in den Niederlanden und Flandern:
http://www.weihnachten-weihnachtsmann.de/weihnachtsbraeuche.htm

Was es in Holland zu Weihnachten gibt:
http://www.sebastianschule.de/weihnachten_in_anderen_laendern.htm#niederlande

Sinterklaas zet voet op Nederlandse bodem:
http://krant.telegraaf.nl/krant/ditjaar/sint00/teksten/sint.index.html

Kerst-startpagina - Een linkspagina over kerstmis:
http://kerstmisonline.nl/kerst-startpagina.html

Kerst.pagina.nl - De kerstlinks bij startpagina.nl:
http://kerst.pagina.nl

Kerst.net - Kerstkaarten, plaatjes, muziek, shopping en chat:
http://www.kerst.net

Kerstliedjes, teilweise mit Noten:
http://www.leerkrachtig.nl/kerstliedjes.htm

Kerstliedjes met Pinkelotje:
http://www.pinkelotje.nl/kerstliedjes.htm

Traditionele Nedelandse Kerstliedjes:
http://home.quicknet.nl/qn/prive/avangalen/nlkerstlied.htm

Sinterklaasliedjes:
http://www-astro.physics.ox.ac.uk/~erik/sint/sint_songs.html




Die folgende kleine Geschichte soll einen klitzekleinen Einblick in die Rolle der Pieten geben:
Quelle: http://www.xs4all.nl/~bvdieren/verhalen%20versjes%20muziek/Het_bange_pietje.htm

Der kleine, bange Piet
(Autor: unbekannt)

Es ist schlechtes Wetter. Es regnete wie aus Eimern, und es stürmte fürchterlich stark. Aber dort oben auf den Bergen steht ein schönes Schloß, wo es sehr schön warm ist. überall brennen Kerzen und Lampen, und in den verschiedenen Zimmern brennen angenehm warme Feuer in den Kaminen. Es ist das Haus von Sinterklaas (Sankt Nikolaus). Er wohnt hier mit all seinen Pieten (Knecht Ruprechte) und natürlich mit seinem treuen Schimmel.

Sinterklaas und die Pieten haben samt und sonders argen Streß. Es dauert auch nicht mehr lange, bis sie wieder in die Niederlande dürfen. Dort warten all die lieben Kider, die ganz doll lieb dieses Jahr gewesen waren. Die Pfeffernüsse-Pieten haben mit dem Backen der Süßigkeiten, die verteilt werden sollen, begonnen. Die Pack-Pieten packen die Geschenke wunderhübsch für euch ein. Und die Wegweiser-Pieten erkunden die Route, die sie entlang schippern müssen. Usw. Usw. Jeder hat seine eigene Aufgabe.

Auch im Gymnastikraum ist arger Streß. Die Akrobaten-Pieten haben Streß mit dem üben der Purzelbäume und Bockspringen. Einfach gesagt, sind hier auch die Pieten hart beim Trainieren, die vielleicht die Geschenke austragen dürfen. Aber nicht jetzt gleich! Alle diese Pieten sitzen im großen Kreis um Sinterklaas herum. Sie sind allesamt äußerst nervös; denn Sinterklaas wird sogleich sagen, wer mit in die Niederlande fahren darf, um Päckchen zu besorgen. Alle Pieten wollen das gern; denn was ist schöner als den Kindern Geschenke zu bringen?

Sinterklaas sitzt in seinem großen Sessel. Er holt die Liste mit den Namen der Pieten zum Vorschein, die mit in die Niederlande fahren dürfen. "Gut," sagt Sinterklaas. "Wenn ihr alle da seid, dann kann ich mit dem Nennen der Namen beginnen." Die Spannung im Saal steigt. Und dann kommen die Namen der Pieten, die mitfahren dürfen. Am liebsten wollen sie alle gern mit. Außer der kleine Marco! Er hofft, daß sein Name nicht genannt wird. Er ist gerade mit der Pietenschule fertig und kann in diesem Jahr das erste Mal mit in die Niederlande. Aber er will eigentlich überhaupt nicht! Vor kurzem hatte Marco noch ungeheuer geübt. Er war immer sehr fanatisch, denn er wollte auch gern Geschenke besorgen. Bis er von einem übungsdach fiel. Das tat gehörig weh, und Marco mußte sogar ein bißchen heulen. Kein Wunder, denn Marco hatte ein Bein gebrochen!

Als sein Bein wieder besser war, wollte Marco nicht mehr auf das Dach. Er war bang! Marco traute sich nicht, dies dem Meister-Piet zu sagen. Er sagte darum nur, daß sein Bein immer noch ein bißchen wehtut. Marco übte bald nur Kunststückchen und lernte, Süßigkeiten zu verstreuen. Das fand er auch fürchterlich toll. Jedoch dachten Sinterklaas und Meister-Piet, daß Marco wohl wieder auf das Dach wollte! "Marco!" Marco schreckte auf. "Oh nein, nun muß ich mit in die Niederlande, um Geschenke zu verteilen," denkt Marco. "Wenn ich nun erzähle, daß ich mich nicht aufs Dach wage, dann lachen mich alle aus." Er muß nun wirklich wählen: Entweder Sinterklaas erzählen, daß er sich nicht mehr auf die Dächer traut, oder mitgehen und hoffen, daß er nicht aufs Dach mußte und streuen durfte. Marco wählte die zweite Möglichkeit. Marco beschloß also, nichts zu sagen und mit in die Niederlande zu fahren.

Eine Woche später war es endlich so weit. Das Schiff von Sinterklaas kam (aus Spanien) in den Niederlanden an. Was war das für ein Fest! Alle Kinder standen und sangen und jauchzten Sinterklaas und den Pieten zu. Und weißt du, wer auch dazwischen herumlief? In der Tat: Marco. Er war also wirklich mitgefahren und hatte noch immer nichts gesagt. Marco winkte auch den Kindern zu. Und was fand er das gut!

Die Streu-Pieten hatten alle einen großen Sack mit allerlei Pfeffernüssen und Gummimäusen darin. "Marco," sagt Sinterklaas auf einmal, "Gib du den Kindern an der Seite auch mal rasch Pfeffernüsse." Das wollte Marco gern tun, denn dann mußte er auf keinen Fall auf die Dächer. Es war ein sehr schöner Tag; denn was war das für ein Fest!

Am folgenden Morgen ging Marco mit Sinterklaas mit, um Pfeffernüsse zu verstreuen. Während des Austeilens machte Marco allerlei Kunststückchen. Auch gingen sie in die Schulen, um sogar mit den Kindern zu sprechen. Lange dauerten diese Besuche nicht; denn anderen Kinder wollten auch mal ein bißchen mit Sinterklaas und den Pieten sprechen. Dann mußten sie doch wieder weg.

Jeden Abend machte Marco eine Runde durch ein Dorf in den Niederlanden. Er ging dann zu den Besorg-Pieten, die auf die Dächer kletterten. Was sprangen sie mit Leichtigkeit von einem Dach zum anderen! Marco fand das wirklich schön, ihnen zuzuschauen, aber selbst traute er sich noch immer nicht auf die Dächer.

Die Besorg-Pieten hinterließen für die Kinder allerlei Süßigkeiten, die etwas Leckeres für das Pferd von Sinterklaas bereitgelegt hatten. Oder für die schönen Zeichnungen oder weil sie so schön für Sinterklaas gesungen hatten. Sie mußten hierfür natürlich auch etwas bekommen. Marco blieb noch immer sicher auf dem Boden; denn er war wirklich ängstlich. Er blieb darum dabei, Süßigkeiten zu verteilen




Weitere Geschichten von Sinterklaas und seinen Pieten:

Sinterklaas Verhaal (Zwarte Pietsa). Door De SprookjesPiet
http://www.sinterklaaszevenbergen.nl/verhaal/verhaal.html

De valse hoofdpiet. Door Alex Hogeslag
http://www.colmschate.com/sinterklaasverhaal1.htm

Verschillende Sinterklaasverhalen
http://212.129.201.106/yompie/HTML-pagina's/SINTERKLAASmap/sinterklaasverhalen.htm

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