Zur Startseite:www.infos-fuer-alle.de

Inhalt Lernmaterialien Vokabeln Medien Veranstaltungen, dt., aktuell --- vorbei Veranstaltungen, NL+B, aktuell --- vorbei Links Tandem Extras Anhang



Niederländisch Niederländische Flagge BelgischeFlagge Nederlands

Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur


Stand der Bearbeitung: 6.4.2004
Zuletzt bearbeitet: 14.9.2008




Sport in den Niederlanden und Belgien - sport in Nederland en België


Fußball
Schlittschuhlaufen
Kaatsen (Schlagball)
Korfbal (Korbball)
Radsport (wielrennen)
Hockey
Wassersportarten
Cricket
Baseball (honkbal)
Volleyball, Basketball und Handball
Tennis, Tischtennis u.ä.
Leichtathletik (atletiek)
Reitsport (paardensport)
Marathon
Judo
"de denksporten"




Ausführungen von P. Hobma, Niederlande:

In Holland sind folgende Sportarten sehr populär oder typisch für das Land:

1. Fußball

Seit der Ära um Johan Cruyff (1965-1971), als Ajax Amsterdam 3x und Feyenoord Rotterdam 1x den Europapokal der Landesmeister (jetzt Champions League) gewannen, ist das die Nummer eins. Etwas weniger als 1 Million Niederländer, Kinder mit inbegriffen, spielen Fußball. Die Nationalmannschaft spielt traditionsgemäß in orangefarbenen Hemden. Die höchste Profi-Liga heißt Eredivisie (Ehrendivision), die zweithöchste, wie in England, Eerste Divisie. Es gibt zur Zeit 37 Profi-Vereine in den Niederlanden. Der Verband heißt KNVB (Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond) und hat seinen Sitz in Zeist bei Utrecht. Siehe: http://www.knvb.nl
Die wichtigste Fußballzeitschrift heißt V I (Voetbal International). Sie spielt jeden Mittwoch.Siehe: http://www.vi.nl. Es gibt zwei Amateurmeisterschaften, die Samstags- und die Sonntagsamateure. Unter den Samstagsamateuren finden sich jene Vereine, die aus religiösen Grunden nicht am Sonntag aktiv sind. Die Landesmeister beider Gruppen spielen dann, an einem Samstag, um die allgemeine Amateurmeisterschaft.
Der Frauen-Fußball steht auf einer niedrigen Ebene, zu vergleichen etwa mit Luxemburg oder Albanien.
Das Niveau des niederländischen Profi-Fußballs ist mangels reicher Sponsoren auch zurückgegangen. Die Profis, die wirklich gut sind, suchen eine Stelle in Spanien (der CF de Barcelona, schon seit 25 Jahren: Cruyff war dort ein Pionier!), Italien, England oder Deutschland. Frankreich ist wegen der Mentalität und der schwierigen Sprache nicht beliebt. Später komme ich auf die Ausdrücke (u.a. buitenspel = Abseits) des Fußballs zurück, die auch im "ernsthaften" Leben Eingang gefunden haben.
Stefan Hermanns: Hollands Bremen. Der Ausbildungsklub Alkmaar kann heute Meister werden – gegen finanziell starke Konkurrenz. Der Tagesspiegel Nr. 19532, 29.4.2007, S. 19
Berlin - Es war vor dem Uefa-Cup-Spiel gegen AZ Alkmaar, als in der Gästekurve des Bremer Weserstadions plötzlich der Jubel losbrach. Auf der Tartanbahn vor den Anhängern aus Holland stand ein grauhaariger Mann im dunklen Anzug. Die Bremer Zuschauer rätselten, wer dieser Mann sein könnte, den das Volk ausgiebig feierte. Es war Dirk Scheringa, einer der reichsten Männer der Niederlande, Besitzer einer Bank und einer Versicherungsgesellschaft – und Präsident des Ehrendivisionärs aus Alkmaar. Bei den Anhängern seines Vereins scheint er sehr beliebt zu sein. Man könnte auch sagen: Er hat sich beliebt gemacht.
"Der Präsident macht den Unterschied", sagt Louis van Gaal, der Trainer des Vereins. Mit seinem finanziellen Einsatz hat Scheringa AZ Alkmaar zu einer der besten Adressen des Landes gemacht. Seit knapp vier Jahren schon spielt die Mannschaft den attraktivsten Fußball in der Ehrendivision, und am heutigen Sonntag könnten die Darbietungen die entsprechende Krönung erfahren. Im spannendsten Meisterschaftsfinale der holländischen Fußballgeschichte hat Alkmaar alle Vorteile in der Hand.
Drei Mannschaften liegen vor dem letzten Spieltag nur durch die Tordifferenz getrennt punktgleich an der Tabellenspitze: AZ (plus 53) vor Ajax Amsterdam (plus 47) und dem Noch-Meister PSV Eindhoven (plus 46). Eindhoven darf heute zwar als einzige der drei Mannschaften zu Hause antreten (gegen Vitesse Arnheim), doch die Auswärtsaufgaben von Alkmaar (beim 16. Excelsior Rotterdam) und Ajax (beim 15. Willem II) sprechen nicht unbedingt dafür, dass die Saison für den PSV doch noch ein versöhnliches Ende findet. Zwischenzeitlich hatte Eindhoven elf Punkte Vorsprung auf seine Verfolger, die letzten verspielte der Meister am vergangenen Wochenende in Utrecht, als er fünf Minuten vor dem Ende das Tor zum 1:1-Endstand kassierte.
Als die Kunde von Utrechts Ausgleich sich im DSB-Stadion von Alkmaar verbreitete, brach auf den Rängen der Jubel los. "Wir sind virtueller Meister", sagte Trainer van Gaal nach dem Spiel. Sollte die Mannschaft heute auch richtiger Meister werden, wäre es das erste Mal seit 26 Jahren, dass keiner der großen Drei – Ajax, PSV und Feyenoord Rotterdam – den Titel holt. Dem letzten Verein, dem dies 1981 gelang, war: AZ Alkmaar.
Seitdem hat der Klub aus der 93 000-Einwohner-Stadt in der Provinz Noord-Holland eine bewegte Geschichte hinter sich. Erst zehn Jahre liegt AZ’s Abstieg aus der Ehrendivision zurück. Den Wiederaufstieg zu alter Stärke hat Co Adriaanse eingeleitet, die Vollendung könnte nun Louis van Gaal gelingen, der die Mannschaft seit dem Sommer 2005 trainiert. Schon unter Adriaanse spielte das Team im besten Sinne holländisch: dominant, zwingend und offensiv. Daran hat sich unter van Gaal nichts geändert.
"Bei AZ verfüge ich über alle Kompetenzen, die ich haben will", sagt der Trainer, der 1995 mit Ajax die Champions League gewonnen hat, allerdings auch für die schwärzeste Stunde des holländischen Fußballs in der jüngeren Vergangenheit steht. 2002 verpasste die exzellent besetzte Nationalmannschaft unter ihm die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Japan und Korea. Den früheren Lehrer hat dieser Misserfolg jedoch nicht davon abgehalten, seine Nachfolger, vor allem Dick Advocaat, ausgiebig zu kritisieren. Marco van Basten revanchierte sich mit der Aussage, van Gaal sei "der schlechteste Bondscoach der letzten 20 Jahre" gewesen.
Dabei ist van Basten längst erster Profiteur der guten Arbeit seines Vorvorgängers. AZ liefert verlässlich immer neue Spieler für die Nationalmannschaft, allein im WM-Kader des vergangenen Sommers standen fünf. Der Klub ist nicht umsonst mit Werder Bremen verglichen worden. Auch AZ ist trotz der Unterstützung durch Scheringa ein Ausbildungsverein. "Finanziell können wir mit Ajax, PSV und Feyenoord nicht Schritt halten", sagt der Präsident. Der Umbruch ist in Alkmaar zum Dauerzustand geworden. Allein nach der vergangenen Saison hat der Klub 15 Spieler abgegeben. Aber die Lücken werden immer wieder neu geschlossen. Zuletzt hat sich vor allem der Deutsche Simon Cziommer, der lange verletzt war, in den Vordergrund gespielt. Am vergangenen Wochenende, als AZ Alkmaar Tabellenführer wurde, schoss er zwei Tore zum 3:1 gegen Heerenveen.
S. auch: Fußball: Niederlande - Deutschland / voetbal: Nederland - Duitsland

2. Schlittschuhlaufen. (schaatsen; Friesisch: reedriden)

Vor allem der Eisschnelllauf und die traditionellen Wettkämpfe auf natürlichem Eis (natuurijs) haben Tradition.
Als die Anforderungen noch nicht so hoch waren, im 19. Jahrhundert, war ein Sohn reicher Eltern, Jaap Eden, einer der ersten großen Sportler Hollands. Er war Meister im Eisschnellauf, spielte aber auch Fußball, und trieb Radsport und Leichtathletik (atletiek). Er hat mehrere Sportverbände gegründet.
Die Männer aus den Niederlanden, vor allem Friesland, wo es das für internationale Wettbewerbe oft benutzte Eisstadion in Heerenveen gibt, gehören zur Weltspitze. Es ist die einzige Sportart bei den Olympischen Winterspielen, bei der das "Wilhelmus" der Nummer-Eins-Hit bei den Siegerehrungen ist. Wenn bei den Männern weniger als 2 oder 3 von 6 Goldmedaillen nach Holland gehen, gilt das als enttäuschendes Ergebnis!
Die Disziplin: Marathon besteht aus Rennen auf der Kunsteisbahn über 100-250 Runden zu je 400 Meter also 40-100 km. Es war ursprünglich ein Training für die "Elfstedentocht", jenes 200-Kilometer-Rennen auf zugefrorenen Kanälen zwischen 11 Städten und Städtchen in Friesland, das nur in strengen Wintern stattfinden kann. Start und Ziel sind in der Provinzhauptstadt Leeuwarden (auf Friesisch: Ljouwert). Die Eisläufer kommen u.a. durch Sneek (Snits), Franeker (Frentsjer) und Dokkum. (Die Namen machen deutlich, warum Friesisch eine eigene Sprache und keine holländische Mundart ist!). Um mitmachen zu dürfen, muß man Mitglied der "Elfsteden-Vereniging" sein, oder, wie Kronprinz Willem-Alexander 1986, eine Sondereinladung bekommen haben. Der richtige Wettkampf geht heutzutage genau wie ein Straßen-Radrennen vor sich, mit derselben Mannschaftstaktik, aber, zum Glück, mit weniger Dopingproblemen. Es hat schon im 17. Jahrhundert Wettkämpfe gegeben (Siehe die Gemälde aus dieser Zeit in den großen Museen!). Nach einer Legende soll der Trostpreis eine Portion Speck mit Bohnen gewesen sein, in einer Zeit, wo Hunger noch eine bedeutende Todesursache war, Anlaß für viele weniger Talentierte, doch mitzumachen. Der Ausdruck "voor spek en bonen meedoen" = mitmachen ohne Chance auf Sieg, soll daher kommen.
Obwohl Eishockey in Holland entstanden sein soll, ist das hierzulande kein viel betriebener Sport. Die Ausrüstung ist einfachen Leuten zu teuer und das Verletzungsrisiko zu hoch. Auch der Raubolde-Ruf tut dem Eishockey nicht gut.

Bron:
Greta Riemersma: Schoolkinderen Friesland weer op schaatsles. de Volkskrant donderdag 16 september 2004, blz. 24
Leerlingen van 96 basisscholen in midden- en zuid-Friesland krijgen vanaf 1 november (2004) de kans vier keer te gaan schoolschaatsen. Dat wil zeggen: net als met schoolzwemmen worden de klassikaal met bussen getransporteerd,... om les te krijgen in het schaatsen.
'Er zijn geen winters meer', zegt Jan Heida die bij Thialf (ijsstadion in Heerenveen, waar de kinderen les krijgen) de commerciële zaken behartigt. 'Dat is toch zonde, als je ziet hoe groot Nederland in het schaatsen is? Alle Hollandse meesters in musea hebben de Hollandse winter vereeuwigd. Dat cultuurgoed moet worden uitgedragen.'
Sinds 1997 heeft het in Nederland niet meer dusdanig gevroren dat de schaatssport op natuurijs intensief kon worden beoefend... Maar als er natuurijs is, zie je ook oma en opa, dan zie je echt iedereen...
Volgens Groenendijk (van de schaatsbond KNSB) bestaat het schoolschaatsen al in Nijmegen, Deventer, Enschede, Haarlem en Alkmaar. In Friesland krijgen schoolkinderen in de jaren zeventig ook schaatsles in Thialf... zoveel partijen het steunen.
Dat zijn: Thialf, de KNSB, Impuls ofwel de stichting breedtesport in de deelnemende Friese gemeenten, Friso Bouwgroep uit Sneek en busmaatschappij Arriva die gratis vervoer ter beschikking stelt. De schaatsschool van oud-schaatstrainer Henk Gamser, Pro Action, verzorgt de lessen in samenwerking met trainers van schaatsverenigingen.
Hierdoor is het project betaalbaar... De kosten bedragen rond 70 duizend euro. Van de scholen wordt per leerling één euro per les gevraagd. De KNSB hoopt dat alle anderen 22 kunstijsbanen in Nederland het idee overnemen...


3. Kaatsen (Schlagball)

Ein nur in Friesland und Teilen Hollands, so wie bei Halle (Belgien) beliebter Ballsport für Mannschaften von 3 Personen, "parturen" genannt. Die Spielregeln sind sehr kompliziert. Das größte und traditionsreichste Ereignis ist der P.C.-Wettbewerb in Franeker (Frentsjer) auf dem Grasplatz Sjûkelân (Ziekenland? = Land des Spitals; Ich weiß das nicht genau, Friesisch ist nicht leicht!). Der Sport ähnelt dem "pelote" aus dem Baskenland, mit dem es manchmal Austauschspiele gibt.

4. Korfbal (Korbball)

Ein um 1925 von einem Lehrer entwickeltes Ballspiel für Mannschaften, die aus 6 (in der Halle 4) Männern und ebenso viele Frauen bestehen. Da Körperkontakt sehr beschränkt ist, auch in konservativen Kreisen beliebt (aber da bestehen die Teams nur aus Mädchen!). Der Sport wird auch um Antwerpen, Belgien, viel getrieben. Das Finale der WM (!) die oft in fernen Ländern, wie Argentinien, stattfindet, ist immer Holland-Belgien. In 80% der Fälle gewinnt Holland. Korbball und das international viel bekanntere Basketball sollen aus demselben alten Ballspiel entstanden sein.

Weitere Sportarten:

Eine weitere Sportart, die in unserem Lande, aber mehr noch in Belgien, sehr populär ist, ist der
Radsport (wielrennen).
Ein Fahrrad heißt schon seit es erfunden wurde "een fiets", oder, in der Amtssprache "een rijwiel". Die Herkunft des Wortes "fiets" ist noch ein ungelöstes Rätsel der Sprachwissenschaft. Fest steht, daß schon seit Ende des 19.Jahrhundert Radrennen veranstaltet wurden. Als auch Arbeiter in der Lage waren, sich so einen Drahtesel zu kaufen, wurde vor allem im armen, unterentwickelten Teil Flanderns der Radsport beliebt. Er bot die Chance, durch Preisgelder und einen Profi-Vertrag dem sozialen Elend zu entfliehen. Diese Entwicklung gab es auch in Frankreich. Diese beiden Länder waren die Wiege (de bakermat) des Radrennsports. Früher ging es noch nicht so schnell wie heute, und die geforderte Anstrengung pro Streckenkilometer war geringer. Die Rennen waren dementsprechend länger: sogar über 350 Kilometer, an einem Stück. Es gab vor 90-100 Jahren Tour-de-France-Etappen die vor Sonnenaufgang begannen....
Da die Arbeiter, die dem Radsport frönten, nur sonntags nicht arbeiten mußten, und damit die Katholiken unter ihnen ihre religiöse Pflicht des Besuchs einer Frühmesse erfüllen konnten, gab es die Möglichkeit, auch an Sonntagen Rennen zu veranstalten. Hier in den Niederlanden ging das nur (was auch für Fußball und andere Sportarten galt) in den katholischen Provinzen Brabant und Limburg. Der Radsport verbreitete sich stärker, als es den bezahlten Urlaub und den freien Samstag gab, also etwa ab 1930.
Trotzdem ist der Süden des Landes immer noch die Region mit den meisten Wettkämpfen, Sportlern und Vereinen. Die ersten Tour-de-France-Teilnehmer kamen alle aus Brabant. Sie sind oft an ihren Familiennamen zu erkennen: "van" + ein Ortsname aus Brabant. Ein Star war Wim van Est. In den 1930er Jahren war er der erste Holländer im Gelben Trikot bei der Tour. Eines Tages stürzte er in einer Pyrenäen-Etappe in eine Schlucht. Er wurde - so gut wie unversehrt - gerettet. Schon damals war die Werbung für diesen Sport lebenswichtig. Van Est zu den Rundfunkreportern über seine Rettung: "Mein Herz stand still, aber meine Pontiac-Armbanduhr lief noch!". Ein Werbeslogan, der jetzt noch eine Legende ist! Aber: die Belgier sind den Holländern fast immer überlegen. Auch die Fachausdrücke sind flämischen / französischen Ursprungs wie: demarreren = ausreißen, de ravitaillering = die Verpflegung (mit Nahrung) usw.
Von 1920-1960 war der Bahnradsport sehr beliebt. Die Sechs-Tage-Rennen zogen Tausende in die Stadien. Holland und Belgien lieferten Dutzende großer Stars in dieser Sportart. Jetzt, nachdem Janssen 1968 und Zoetemelk 1980 die Tour de France und die Vuelta de España gewannen sowie in Belgien u.a. Merckx 1969-1975 fünf Mal die Tour und einige Male die Giro d' Italia, geht's immer mehr um die Straßenrennen, die auch mehr Heroik ausstrahlen. Aber auch hier gibt es Dopingsünder. Der Radsport ist extrem anstrengend, und die Profis fordern das Äußerste, und dann auch oft zu viel, vom eigenen Körper. Der heimliche Griff zur Spritze oder Pille ist dann leicht gemacht. Die Dopingkontrollen sind dann auch strenger als in jeder anderen Sportart. Nein, der Radsport ist auf der Spitzenebene keine gesunde Körperbewegung...
Ende April findet, an einem Samstag, das Amstel-Gold-Rennen zwischen den Hügeln Südlimburgs statt. Amstel ist der Hauptsponsor: eine Biermarke.

Hockey
ist ein beliebter Ballsport, vor allem unter Studenten. Die Nationalmannschaft gehört zu den 10 Besten der Welt, bei den Damen und den Herren.
Mehr Infos

Wassersportarten
wie Schwimmen [s. Zesvoudig wereldkampioene marathonzwemmen Edith van Dijk, Pieter van den Hoogenband und Zwemmen], Segeln und (auch wieder vor allem unter Studenten:) Rudern werden auch viel betrieben.
Friesland hat eine alte Segeltradition: das "skûtsjesilen" (schuitje-zeilen). Es sind Segelregatten auf friesischen Gewässern mit historischen Segelschiffen (skûtsjes, schuiten), die vor dem Zweiten Weltkrieg als Kleinfrachter benutzt wurden (û wird wie das deutsche "U" ausgespochen). Sie finden alljährlich im Sommer statt, u.a. in Sneek (Snits) und Eernewoude (Earnewâld); also in einem auch bei deutschen Wassertouristen beliebten Gebiet.

Das typisch englische Ballspiel
Cricket
war auf dem Kontinent um 1910 weiter verbreitet als jetzt. Holland ist neben Dänemark fast das einzige Land, wo es gespielt wird, und das nicht entweder zum Vereinigten Königreich gehört (hat) oder eine englische Kolonie gewesen ist.

Das amerikanische
Baseball (honkbal)
ist seit 1945 in Holland und Italien ziemlich populär. Die Europameisterschaft endet fast immer mit einem Endspiel Holland-Italien. Da Amerikaner, von denen einer der vier Großeltern Italiener(in) war, in der italienische Nationalmannschaft spielen dürfen, gewinnt Italien öfter als Holland. Aber wenn es gegen Amerikaner, Kubaner oder Japaner geht, dann weiß der Gegner, daß ihm ein leichter Sieg bevorsteht.
Die Spielausdrücke dieses Sports sind bei uns normale Wörter, während man anderswo die englischen Wörter gebraucht. Eine Ausnahme ist: home-run, wenn einer den Ball aus dem Stadion herausschlägt.

Die Hallensportarten (zaalsporten)
Volleyball, Basketball und Handball,
bei uns mit einem "L" als Endung, sowie
Tennis, Tischtennis u.ä.,
haben in Holland zwar ziemlich viele Liebhaber, vor allem Tennis und Volleyball, aber von Ausnahmen abgesehen, ist die Weltspitze hier nicht zu finden. Die belgischen Tennisspielerinnen aber sind absolute Weltklasse (Clijsters, Hénin!).

Die Leichtathletik (atletiek)
ist in Belgien weiter verbreitet als in den Niederlanden. Die besten Leichtathleten sind eingebürgerte Afrikaner (Kongo war einst eine belgische Kolonie!) und Surinamer, aber auch die erzielen bei großen internationalen Wettbewerben kaum nennenswerte Erfolge. Sind sie in Holland zu sehr verwöhnt worden? Es ist auffällig, daß viele der weltbesten Langstreckenläufer aus Völkern stammen, wo längeres Laufen zur uralten Tradition gehört. In Kenia und dem gebirgigen äthiopien mußte man früher, um an Fleisch zu kommen, dem Wild lange hinterher rennen, und Indianer in Mexiko hatten Eilboten als Kommunikationsmittel. Ein Ethnologe sollte vielleicht darüber mal ein Studium machen...

Der Reitsport (paardensport)
wird von wenigen, aber hochmotivierten Leuten ausgeübt, und in Holland wie in Flandern gibt es Pferde und Reiter(innen) (= ruiters en amazones), die zur Weltspitze gehören.
S. auch Weltreiterspiele 2006 - wereldruiterspelen 2006
Trabrennen
Dressurreiten
Springreiten


Marathon
Oktober 2007: Der Berlin-Marathon hat vorige Woche ja Geschichte gemacht, oder besser dessen Sieger. Ich las in der Zeitung, dass es mit 2 Std. 4½ Min. einen Weltrekord gegeben hat!
Der größte Marathon-Lauf in Holland ist ja jedes Jahr an einem Sonntag im April, in Rotterdam. Auch da hat es schon schnelle Zeiten gegeben, von 2 Std. und 6 oder 7 Minuten. Dieser Lauf ist auch die holländische Meisterschaft. Meistens schaffen es nur 3 oder 4 holländische Läufer, schneller das Ziel zu erreichen als die weltbesten Frauen (etwa 2 Std. 22 Min.). Wenn ein Holländer unter 2¼ Stunden bleibt, und hinter allen Kenianern, äthiopiern, Japanern und Mexikanern etwa Dreißigster wird, ist er schon außer sich vor Freude.

Judo
war in den 1960-70er Jahren sehr beliebt als Anton Geesink aus einem Arbeiterviertel der Stadt Utrecht Weltmeister wurde. Das was eine Sensation, er war der erste Nichtjapaner. Als er 1968 in Tokio im Schwergewicht vor den Augen des Kaisers durch einen Sieg über den Japaner Kaminaga die olympische Goldmedaille errang, wurde er zum Volkshelden, nicht nur hier, sondern auch in Japan! Jetzt, nach einer schlechten Periode um 1985, sind in Holland die Männer, in Belgien die Frauen internationale Spitze.
Im Allgemeinen, haben flämische Sportler, aus dem Volkscharakter und der durch Kampf geprägten Geschichte heraus, mehr Kampfgeist als Holländer. Wenn bei uns eine Fußballmannschaft 2:0 zurück liegt (met 2-0 achter staat), resigniert sie eher als eine belgische, englische oder deutsche. Und ein 2:0 Vorsprung ist allzu oft Grund, den Rest des Spieles auf die leichte Schulter zu nehmen...

Schließlich noch, was wir
"de denksporten"
nennen, also die Spiele, bei denen mehr vom Gehirn als vom Rest des Körpers gefordert wird. Es sind vor allem beliebt:
Schach spielen (schaken), Dame spielen (dammen) und das Kartenspiel Bridge.
Im Schachspiel hatte Holland um 1928 mit Professor Max Euwe den besten Spieler der Welt. Immer noch gibt es von Großunternehmen finanzierte Profi-Schachvereine, wo jede Woche auch ausländische Großmeister spielen. Es gelang ihnen, sogar einige starke Russen dazu zu bringen, die niederländische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Der Stahlkonzern Corus, die ehemaligen IJmuidener Hoogovens halten jedes Jahr im Badeort Wijk aan Zee ein Schachturnier ab, an dem sich die besten Schachgroßmeister der Welt beteiligen.
Das Dame-Brettspiel ist außer in Holland vor allem in Westafrika und Rußland beliebt. Die Russen sind zur Zeit die besten.


Zurück zum Seitenanfang

Inhalt Lernmaterialien Vokabeln Medien Veranstaltungen, dt., aktuell --- vorbei Veranstaltungen, NL+B, aktuell --- vorbei Links Tandem Extras Anhang



Diese Seite ist Teil der Extraseiten.

Über weitere Informationen, die ich auf diese Seite stellen kann, würde ich mich freuen: E-Mail an info@infos-fuer-alle.de. Ik ben ook blij als u mij informatie in het Nederlands stuurt.