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Nederlands
Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur
Stand der Bearbeitung: 8.4.2007
zuletzt bearbeitet: 19.5.2008
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| 2005 | De Prijs van Overleven | Louis van Gasteren | - |
| 2006 | Het Paard van Sinterklaas | Mischa Kamp | - |
| 2006 | Het Schnitzelparadijs | Martin Koolhoven | Khalid Boudou (novel) |
| 2007 | Wolfsbergen | Nanouk Leopold | - | -
| 2008 | Das andere Israel [flämisch/englisch/türkisch] | Döndu Kilic | - |
| 2008 | Ben X | Nic Balthazar | - |
| 2008 | Dunya & Desie[niederländisch / arabisch] | Dana Nechushtan | - |
| 2008 | Het Paard van Sinterklaas | Mischa Kamp | - |
Het Schnitzelparadijs - Schnitzelparadies
David Gels: Fleisch ist meine Liebe. Martin Koolhovens "Schnitzelparadies" zeigt Großküchen-Abgründe. Der Tagesspiegel Nr. 19491, 17.3.2007, S. 26
Bunte Tulpenlandschaften, ein Campingplatz voller Wohnwagen, Windmühlen. Martin Koolhovens "Schnitzelparadies" beginnt mit klischeebeladenen Urlaubsdias. Die holländische Idylle mit Meerblick. Ein Paradies – wenn da nicht die Schnitzel wären.
Die panierten Fleischlappen gibt es für reisebuslustige Pauschaltouristen im wirklich letzten Restaurant am Ort, dem "Blauen Geier". Eine ausgestopfte Variante dieses Wappentiers steht auf dem Schreibtisch von Chefin Nina Meermann und fixiert Nordip mit eisigem Glasaugenblick. Nordip ist ein junger Marokkaner mit hervorragendem Abschlusszeugnis. Sein Vater sieht in ihm den künftigen Mediziner. Nordip aber läuft gemächlich orientierungslos durch die Welt und will alles werden oder nichts. Auf keinen Fall aber Student, das steht fest. Dann lieber in die Großküche. Endstation "Zum blauen Geier".
Wer hier arbeitet, hat alle Hoffnung längst fahrengelassen. Das Logo des Aasfressers ist Programm. Hinter der Schwingtür tut sich eine Hölle auf – schlimmer als in der widerlichsten Wohngemeinschaftsküche. Unter dem Stillleben aus Fleischresten und versifften Töpfen und Tellern ist die Arbeitsfläche nur noch zu erahnen. Neblige Fettschwaden ziehen durch den Raum. Natürlich darf geraucht werden. Es herrscht das Chaos, regiert von einem sadistischen, stets betrunkenen Küchenchef. Hier schuften die, die sonst nichts können. Und Nordip, der Tellerwäscher.
Mit Sinn für Rasanz und großartiger Musik erzählt Koolhoven von diesem Ort am Ende der Nahrungskette – und mit feinem Gespür für die Situationskomik der Multikulti-Schicksalsgemeinschaft: Holländer, Marokkaner, Serben, Türken... Der Job: ein Überlebenskampf.
Wäre da nicht Agnes, die Nichte der Chefin. Sie ist gleichsam zu Gast in dieser Unterwelt, soll den Laden eines Tages übernehmen. Zwischen dreckigem Geschirr und zerteilten Schweinehälften entwickelt sich eine Liebesgeschichte gegen alle Wahrscheinlichkeiten. Romeo und Julia in der Großküche. Der Sonderling verliert seine Zurückhaltung, tanzt mit ihr im "Paradies" – der grellbunten Ortsdiskothek, wo die Truppe nach der Arbeit gemeinsam abstürzt.
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